Kinderklinik Weissensee

Den Entwurf und die Bauplanung für das erste kommunal geführte Säuglings- und Kinderkrankenhaus Preußens hatte der Gemeindebaurat Carl James Bühring übernommen. Es wurde am 8. Juli 1911 mit einem Festakt eingeweiht. Zu Therapiezwecken war die Klinik in einen gestalteten Park eingebunden und verfügte über einen mit dem Hauptgebäude verbundenen Hörsaal für werdende Mediziner. Ein Novum für die damalige Zeit war die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Krankenhaus gelegene „Milchkuranstalt“. Sie umfasste einen Musterkuhstall und eine Nahrungsbereitungsanstalt zur Gewährleistung einer direkten Versorgung der Neugeborenen und deren Mütter mit Milch. Die überschüssige Milch wurde an die Bevölkerung verkauft.

Das Kinderkrankenhaus überdauerte die Zeiten. Im Jahre 1987 wurde es durch den Anbau eines Bettenhauses erweitert. Weitere zehn Jahre später erfolgte auf Beschluss des Senats 1996 die Schließung der traditionsreichen Einrichtung.

Seit dem 1. Januar 1997 ist das ehemalige Säuglingskrankenhauses der Gemeinde Weißensee mit allen Wirtschaftsgebäuden ungenutzt und dem Verfall preisgegeben.[veraltet].

Das Gebäude auf dem 28.000 Quadratmeter großen Grundstück wurde 2005 nach mehreren Versuchen (eine Firma wollte mit Radiowellen Aids heilen) an einen russischen Investor verkauft. Spätestens 2015 sollte auf dem Areal ein wissenschaftliches Zentrum für die Krebsforschung in Betrieb gehen, geplant waren ein Therapiezentrum, ein ambulanter Klinikbetrieb sowie ein Tagungszentrum. Für den Denkmalschutz und Erhalt der Bausubstanz waren im Konzept der Firma „MWZ Bio Resonanz GmbH“ (ein Konsortium russischer Ärzte) 10 Millionen Euro vorgesehen. Statt Investitionen brachte das Konsortium geänderte Vorschläge ohne eigene Aktivitäten, so forderte der Liegenschaftsfonds Ende 2012 das Grundstück zurück.

Das Haupthaus brannte bis Mitte Juni 2013 bereits elfmal, so dass die Feuerwehr von Brandstiftung ausgeht.

Quelle: Wikipedia

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