Hotel Geiger

Das Hotel wurde 1866 als Pension eröffnet und bis 1924 zu einer Hotelanlage mit einer repräsentativ ausgestatteten Gebäudegruppe im Heimatstil erweitert. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen noch weitere Gebäude hinzu.

In seiner Blütezeit zählte das zur europäischen Luxusklasse gehörende Hotel zu den ersten Adressen der Region und wurde von zahlreichen Mitgliedern der Hochfinanz und des europäischen Hochadels besucht.

1997 musste es wegen Insolvenz geschlossen werden und steht seither leer.

Geschichte:

Am 17. August 1865 erwarb Hugo Geiger ein Bauernhaus aus dem 18., in Teilen aus dem 15. Jahrhundert, das er im folgenden Jahr zur Pension umbaute. Die große Nachfrage nach Unterkünften führte schon 1874 zu einer Erweiterung des Hauses um einen zusätzlichen Flügel mit Gästezimmern an seiner südöstlichen Seite.

1924 wurde für die Gäste an der Straße unweit der Zufahrt eine hoteleigene Tankstelle mit Waschhaus erstellt.

1972 erhielt das inzwischen „europaweit zur Luxusklasse“ zählende Hotel ein eigenes Hallenbad.

Zahlreiche prominente Gäste aus dem deutschen und europäischen Hochadel stiegen in dem Hotel ab, darunter Prinz Friedrich von Anhalt (1881), Prinz Max von Baden (1911), Prinz Oskar von Preußen (1926) und die niederländische Königinmutter Emma zu Waldeck und Pyrmont (1929). Daneben verkehrten dort aber auch Personen aus Kunst und Wissenschaft, so die Schriftsteller Ernst von Wildenbruch (1887), Paul Heyse (1890), Thomas Mann (1904) und der Medizinprofessor Ferdinand Sauerbruch (1921).

Während des Zweiten Weltkriegs diente es als Erholungsheim für Offiziere der Luftwaffe, nach Kriegsende wurde es von der US-Armee als Offizierwohnheim genutzt. In dieser Zeit weilte auch der junge Offizier John F. Kennedy einmal im Haus Geiger. Weitere prominente Gäste des Hotels waren in der Nachkriegszeit dann noch u. a. Prinz Philipp von Hessen (1950) und der kanadische Premierminister Pierre Trudeau (1975). Auch Größen des Showgeschäfts wie Elvis Presley, Donna Summer und Robin Gibb vom den Bee Gees u. a. m. übernachteten im Hotel Geiger.

Am 1. November 1997 musste der Hotelbetrieb nach 132 Jahren Familiengeschichte eingestellt bzw. „das Haus (…) wegen Insolvenz geschlossen werden“.

Noch bis Sommer 1998 bewacht und beheizt, diente das Anwesen in den Jahren 1996 bis 1998 als Kulisse für Kinofilme.

Am 20. Oktober 2016 brach im Erdgeschoss des 1976 errichteten Bettenhauses ein Feuer aus, das sich über den hölzernen Balkon bis in den Dachstuhl ausbreitete das die oberen zwei der drei Stockwerke des Gebäudes zerstörte. Da der Strom seit 1997 abgeschaltet war, kommt laut Polizei für den Brand als Ursache nur Fahrlässigkeit oder Brandstiftung in Frage.

Quelle: Wikipedia